König Fußball

27. Juni 2011

König Fußball
© Alfons Pillach

Fußball ist nicht nur ein Wort,
Fußball ist auch nicht nur Sport.
Fußball ist in seinem Wesen
stets ein Phänomen gewesen,
denn ein aufgepumpter Ball
sorgt im Volk für Widerhall:
Bei den Jungen und den Alten
eint der Fußball und kann spalten.

Fußball ist so allerlei,
Folgendes ist auch dabei:
Fußball ist, wenn Spieler rennen,
manchmal Fans wie Kinder flennen,
weil der Ball, das blöde Ding,
in den falschen Kasten ging.
Fußball, das ist großer Trubel
und natürlich Siegesjubel.
Fußball bringt für Millionen
aufgewühlte Emotionen.
Fußball ist, wenn Trainer fluchen
und die Schuld beim Schiri suchen.
Fußball ist, wenn Knochen krachen
und die Fans „la ola“ machen.

Fußball ist auch medial,
fürs TV sehr genial,
denn die Übertragung bringt
Quoten, dass die Kasse klingt.
Fußball ist zu jeder Zeit
eben nicht nur Sportlichkeit.
Fußball hat so viel Facetten:
Auch getürkte Fußballwetten!

***


Deutschland Sommermärchen

30. Juni 2010

Deutschland, ein Sommermärchen
© Alfons Pillach

Fußball ist auf jeden Fall
mehr als nur ein Spiel mit Ball.
Er berauscht des Volkes Massen,
jeden Alters, aller Klassen.

Viele schwarz-rot-goldne Fahnen
ziehen stolz jetzt ihre Bahnen.
Selbst manch Spießer sitzt im Sessel
und tobt mit dem Hexenkessel.

„Public viewing“ ist jetzt Kult,
wobei man ein Bierchen schnullt.
Dort besiegt man manches Bier,
eines, zwei, vielleicht auch vier.

Wieder ist, nach nur vier Jährchen,
deutsches Land im Sommermärchen,
und im Schein der Fußballsterne
träumen wir den Traum so gerne.

Und im Lande von Mandela
dröhnt so laut die Vuvuzela.
Ein Gebrumme und Gelärme,
so als flögen Bienenschwärme!

Hoffen wir, wenn Deutschland spielt,
dass das Team den Sieg erzielt.
Hoffen wir, dass keiner patzt
und dass auch der Ball nicht platzt.

***


Vuvuzela-Gedicht

24. Juni 2010

Die verträumte Vuvuzela
© Günter J. Matthia

Es träumt eine Vuvuzela,
sie läge bei Uwe Seeler
zu Hause im Schrank,
gleich neben der Bank.
Das hält sie für einen Fehler.

Sie möchte viel lieber tröten,
noch lauter als alle Kröten,
die unten am Teich
quaken zugleich.
Sie findet sich in großen Nöten.

Kein Mensch will sie nehmen und blasen,
so lange bis springen die Vasen
in tausend Stücke.
Mit List und Tücke
hofft sie auf neugierige Nasen

die in den Schrank sich strecken,
und die Vuvuzela entdecken
in ihrem Versteck.
Am einsamen Fleck.
Irgendwer muss sie doch wecken?

Der Uwe Seeler indessen
hat leider völlig vergessen
wohin er sie tat,
auf ärztlichen Rat,
der hatte den Ohrdruck gemessen.

Der Traum dieser Vuvuzela
vom Schrank im Haus von Herrn Seeler
geht jäh zuende.
Es packen zwei Hände
die Tröte und das ist ein Fehler.

Denn kaum schmiegen Lippen sich oben
an ihr Mundstück um sie zu erproben
kommt vom Himmel herab
ein Blitz. Ab ins Grab
mit dem Tröter. Den Himmel wir loben.

***


Vuvuzela

17. Juni 2010

Vuvuzela
© Barbara Naziri

Die Vuvuzela auch aus Blech,
klingt laut wie ein Hornissenschwarm,
und mancher bläst sie fröhlich-frech,
mit fester Puste, starkem Arm.

Vielleicht hat sie zu anderen Zwecken
gedient, um Feinde zu vertreiben.
Sie wird selbst Tote noch aufwecken
und manche Nerven gut zerreiben.

Der Krach ist groß, die Ohren schmerzen
und mancher Gast hat arg gelitten.
Wir nehmen uns das nicht zu Herzen,
denn andere Länder, andere Sitten.

***


Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: